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Website umziehen, ohne Google-Rankings zu verlieren

Damit eine umgezogene Website ihre Rankings behält, leitest du jede alte Adresse mit einer dauerhaften 301-Weiterleitung auf die passende neue Adresse um und reichst die neue Sitemap in der Google Search Console ein. Google empfiehlt, diese Weiterleitungen mindestens ein Jahr bestehen zu lassen.

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Stand: 2026-10-22 · Lesezeit etwa 3 Minuten

Was beim Umzug passiert

Google hat jede Seite deiner alten Website unter einer bestimmten Adresse gespeichert. Ändern sich diese Adressen, findet Google die alten nicht mehr. Ohne Weiterleitung landen Besucher und Suchmaschine auf einer Fehlerseite.

Laut Google ist mit Schwankungen zu rechnen. Bei mittelgroßen Websites kann es einige Wochen oder länger dauern, bis die neuen Adressen nach und nach erscheinen. Danach pendeln sich die Rankings laut Google wieder ein.

Bleibt die Domain gleich, ist es einfacher

Bei einem Wechsel von Wix oder Jimdo zu einer neuen Website bleibt die Domain meist dieselbe. Dann ändern sich nur die Pfade, zum Beispiel von deinbetrieb.de/leistungen-1 zu deinbetrieb.de/leistungen. Das Werkzeug zur Adressänderung in der Search Console brauchst du laut Google nur, wenn sich die Domain selbst ändert.

Wechselst du die Domain, reichst du die Adressänderung für jede bestätigte Variante der alten Domain ein.

Schritt 1: Alle alten Adressen erfassen

Bevor sich etwas ändert, brauchst du eine vollständige Liste. Quellen dafür:

  • Die Sitemap der alten Website, oft unter /sitemap.xml.
  • Der Bericht Seiten in der Google Search Console.
  • Der Leistungsbericht der Search Console, sortiert nach Klicks. Die Seiten mit den meisten Klicks sind am wichtigsten.
  • Seiten, auf die andere Websites verlinken, etwa Branchenverzeichnisse.

Schritt 2: Jede alte Adresse einem Ziel zuordnen

Leg eine Tabelle an: alte Adresse links, neue Adresse rechts. Jede alte Seite bekommt das inhaltlich passende neue Ziel. Leite nicht alles auf die Startseite. Besucher finden dort nicht den Inhalt, den sie gesucht haben.

Google empfiehlt dauerhafte Weiterleitungen mit Status 301 oder 308 und rät von Ketten ab. Jede alte Adresse soll direkt auf das endgültige Ziel zeigen, nicht über Zwischenstationen.

Schritt 3: Inhalte und Signale mitnehmen

Übernimm die Texte, die heute schon ranken, und verbessere sie nur behutsam. Seitentitel, Überschriften und Beschreibungen der wichtigsten Seiten sollten das gleiche Thema behalten.

Achte darauf, dass die Inhalte im HTML stehen. Google rendert JavaScript laut eigener Dokumentation in einem späteren Schritt, und nicht jeder andere Bot führt JavaScript aus.

Schritt 4: Umschalten und melden

Nach dem Umschalten der Domain reichst du die neue Sitemap in der Search Console ein. Laut Google ist eine Sitemap ein Hinweis, keine Garantie, beschleunigt aber das Erfassen. Zusätzlich kannst du in der robots.txt eine Zeile mit der Adresse der Sitemap eintragen.

Prüfe danach Stichproben: Gib alte Adressen im Browser ein und kontrolliere, ob sie auf der richtigen neuen Seite landen.

Schritt 5: Beobachten

Google nennt diese Kontrollen für die Wochen nach dem Umzug:

  • Sitemap-Bericht: Wie viele alte und neue Adressen sind erfasst? Warnungen zu umgeleiteten alten Adressen sind normal.
  • Seitenbericht: unerwartete Fehler beim Crawlen.
  • Leistungsbericht: Impressionen und Klicks auf die neuen Adressen.
  • Der Verkehr sollte auf den alten Adressen sinken und auf den neuen steigen.

Checkliste zum Abhaken

Diese Punkte sollten vor dem Umschalten erledigt sein.

  • Liste aller alten Adressen gesichert.
  • Zuordnung alt zu neu fertig, ohne Ketten.
  • 301-Weiterleitungen eingerichtet und getestet.
  • Neue Sitemap erstellt, nur mit neuen Adressen.
  • Search Console für die Domain bestätigt.
  • Weiterleitungen mindestens ein Jahr eingeplant.
  • Google-Unternehmensprofil auf die neue Website verlinkt, falls sich Adressen ändern.
  • Kündigung der alten Website erst nach dem Umschalten.

Ein Wort zum Zeitpunkt

Schalte nicht in deiner wichtigsten Saison um. Plane ein paar Wochen Puffer ein. Bei freeehouse gehören die Weiterleitungen und die Sitemap zum Umzug dazu, und die neue Seite geht erst nach deiner schriftlichen Freigabe live.

Wenn du einen Umzug planst, kannst du bei freeehouse kostenlos prüfen lassen, welche deiner heutigen Seiten weitergeleitet werden müssen.

Häufige Fragen

Welche Weiterleitung ist die richtige?

Eine dauerhafte serverseitige Weiterleitung mit Status 301 oder 308. So steht es in der Anleitung von Google zum Website-Umzug.

Wie lange müssen die Weiterleitungen bestehen bleiben?

Google empfiehlt in der Regel mindestens ein Jahr, damit die Signale auf die neuen Adressen übertragen werden.

Verliere ich beim Umzug kurzfristig Besucher?

Schwankungen sind laut Google normal. Bei mittelgroßen Websites kann es einige Wochen oder länger dauern, bis sich alles einpendelt.

Brauche ich das Tool zur Adressänderung?

Nur wenn sich die Domain ändert, etwa von beispiel.de zu beispiel.com. Bei gleicher Domain mit neuen Pfaden ist es laut Google nicht nötig.

Darf ich alle alten Seiten auf die Startseite leiten?

Besser nicht. Jede alte Seite sollte auf die inhaltlich passende neue Seite zeigen.

Quellen

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Maurice, Jan & Jule

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