Was braucht ein Kontaktformular?
- Verschlüsselung. Die Seite muss über https laufen. Art. 32 DSGVO verlangt angemessene Sicherheit.
- Datensparsamkeit. Nur Pflichtfelder, die du wirklich brauchst, meist Name, E-Mail und Nachricht. Telefon freiwillig.
- Hinweis mit Link zur Datenschutzerklärung direkt am Formular.
- Beschreibung in der Datenschutzerklärung: Zweck, Rechtsgrundlage, Speicherdauer.
- Speicherdauer. Anfragen löschen, wenn sie erledigt sind und keine Aufbewahrungspflicht besteht.
Brauche ich eine Checkbox zur Einwilligung?
Für eine normale Anfrage meist nicht. Wer dir schreibt, um ein Angebot oder eine Auskunft zu bekommen, dessen Daten verarbeitest du zur Durchführung vorvertraglicher Maßnahmen nach Art. 6 Abs. 1 lit. b DSGVO oder auf Grundlage deines berechtigten Interesses nach lit. f. Eine Einwilligung brauchst du, wenn du die Daten für etwas anderes nutzen willst, etwa für einen Newsletter, oder wenn besondere Daten wie Gesundheitsangaben abgefragt werden.
Was gilt bei Gesundheitsdaten?
Praxen, Therapeuten und Heilpraktiker sollten im Formular keine Angaben zu Beschwerden verpflichtend abfragen. Gesundheitsdaten sind nach Art. 9 DSGVO besonders geschützt. Wenn Patienten freiwillig etwas schreiben sollen, braucht es in der Regel eine ausdrückliche Einwilligung und einen klaren Hinweis.
Wohin gehen die Daten?
Bei vielen Formularen werden Anfragen per E-Mail weitergeleitet und zusätzlich im System des Anbieters gespeichert. Prüfe, ob das nötig ist. Ein Formular, das die Anfrage direkt an dein Postfach schickt und nicht dauerhaft auf der Website speichert, hält die Datenmenge klein. Wenn ein Dienstleister die Daten verarbeitet, brauchst du mit ihm einen Vertrag zur Auftragsverarbeitung nach Art. 28 DSGVO.
Wie schütze ich das Formular vor Spam?
Viele Spamschutz-Lösungen laden Dienste von fremden Servern, die Daten übertragen und eine Einwilligung brauchen können. Es geht auch ohne: unsichtbare Felder, die nur Bots ausfüllen, eine Zeitprüfung und Prüfungen auf dem Server. Das reicht für die meisten kleinen Websites.
Welche Fehler sehen wir oft?
- Das Formular kommt nirgends an, weil die Zieladresse falsch ist oder die Mail im Spam landet. Teste es nach jeder Änderung selbst. Bei einem unserer Livegänge im Oktober 2026 gingen Anfragen zunächst nur an uns statt an den Kunden, weil ein Schalter nicht gesetzt war. Seitdem prüfen wir jeden Mailweg vor der Fertigmeldung.
- Pflichtfelder für Telefonnummer oder Adresse, die gar nicht gebraucht werden.
- Keine Bestätigung für den Absender, ob die Nachricht angekommen ist.
Dieser Artikel ist eine Orientierung und keine Rechtsberatung.
Bei freeehouse gehen Anfragen aus dem Formular direkt an dein Postfach, der Spamschutz läuft ohne fremde Dienste, und wir testen jeden Mailweg vor dem Livegang. Den Bau berechnen wir nicht. So funktioniert freeehouse
Was gehört in die Bestätigung für den Absender?
Eine kurze Bestätigung, dass die Nachricht angekommen ist, und wann mit einer Antwort zu rechnen ist. Sie sollte keine vollständige Kopie aller Angaben enthalten, wenn darunter sensible Daten sind, und keine Werbung, solange keine Einwilligung vorliegt.
Häufige Fragen
Brauche ich für ein Kontaktformular eine Einwilligung?
Für normale Anfragen meist nicht, weil Art. 6 Abs. 1 lit. b oder f DSGVO greift. Für Newsletter oder Gesundheitsdaten ja.
Muss das Kontaktformular verschlüsselt sein?
Ja. Die Seite muss über https laufen.
Wie lange darf ich Anfragen speichern?
So lange, wie du sie für die Bearbeitung brauchst, und länger nur, wenn eine Aufbewahrungspflicht besteht.
Darf ich die Telefonnummer als Pflichtfeld abfragen?
Nur, wenn du sie wirklich brauchst. Sonst als freiwilliges Feld.
Quellen
- Art. 6 DSGVO Rechtmäßigkeit der Verarbeitung, abgerufen 23.10.2026
- Art. 9 DSGVO Besondere Kategorien personenbezogener Daten, abgerufen 23.10.2026
- Art. 28 DSGVO Auftragsverarbeiter, abgerufen 23.10.2026
- Art. 32 DSGVO Sicherheit der Verarbeitung, abgerufen 23.10.2026
Preise und Bedingungen der Anbieter ändern sich häufig. Maßgeblich ist, was in deinem Kundenkonto und im Vertrag steht. Dieser Artikel ist keine Rechtsberatung.
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